Gemeinschaft in der Siedlung

Marienfelder Quartiersansichten: Gemeinschaft in der Siedlung © Arbeitskreis Historisches Marienfelde

„Als alles gebaut war, so um 1975, da gab es den ersten Bus, der bis hier hinten hin gefahren ist. Später, so um 1984, gab es den 187er Bus, der fuhr bis ans Ende der Potsdamer Straße. Wir waren eine richtige Clique, die zusammen gefahren ist, alle mit dem Bus um 8.05 Uhr.

Wenn eine von uns mal zu spät war, dann haben wir zum Busfahrer gesagt: „Warten Sie, die kommt gleich noch angerannt.“ Und der hat dann gewartet. Das eine Mal hatte eine von uns selbst Schmalz gemacht und dann hat eine andre von uns Brot besorgt und dann haben wir schön zusammen im Bus gefrühstückt.

Auch im Wohnblock haben wir uns alle gekannt und aufeinander Acht gegeben, wenn es drauf ankam. Von dem ganzen Wohnblock mit vier Aufgängen, da kannten wir uns alle untereinander und haben auf dem Spielplatz hinter dem Haus gegenseitig auf unsre Kinder aufgepasst. Jetzt, sicher auch durch den Umzug in den Tirschenreuther Ring sehe ich nur noch einige wenige, manche sind weggezogen, mit den Kindern mitgegangen. Da hat sich vieles geändert. Das merkt man schon.“

Dieser Text stammt aus Marienfelder Quartiersansichten war eine Ausstellung des Quartiersbüro W40. In der Ausstellung ging es um Planung und Entwicklung der Großwohnsiedlung Waldsassener Straße. Vielen Dank an Friederike Enssle und die Bewohner_innen der Siedlung, die mir ihre Eindrücke zur Veröffentlichung überlassen haben. Danke auch an den Historischen Arbeitskreis Marienfelde für die Fotos.

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