Wohnungssuche und Einzug

Bau des Gemeindezentrums in der Waldsassener Straße  © Arbeitskreis Historisches Marienfelde

„Eigentlich wollte ich mit meinem Mann in Lichtenrade in der Nähe meiner Mutter wohnen bleiben, aber das war schwierig. Es war ja Not an Wohnraum. Die Leute, die nach dem Krieg kleine Kinder waren, wurden jetzt erwachsen und wollten alle eine Wohnung haben. Viele gingen auch nach Westdeutschland, waren da zwei Jahre und haben da einen Ausweis bekommen.

Um Westberlin attraktiv zu machen, bekam man als Westdeutscher hier leicht eine Wohnung und einen Arbeitsplatz. Als die Leute wieder nach Berlin kamen, wurden die groß empfangen und haben eine Wohnung nach ihren Wünschen bekommen. Das fanden wir als alt eingesessene Berliner nicht gut. Da gab es einige Demos.

Ich wollte dann einen Wohnungsberechtigungsschein beantragen. Den gabs wiederum nur für Verheiratete. Also haben mein Freund und ich 1963 geheiratet und bekamen dann den Schein für eine 2,5 Zimmer-Wohnung. Wir wurden vom Wohnungsamt beauftragt, selbst eine Wohnung zu suchen. Endlich, nach drei Jahren, bekamen wir eine Wohnung. Es war eine Wohnung im neuesten Wohnungsbauprojekt: In der Waldsassener Straße 8.“

Dieser Text stammt aus Marienfelder Quartiersansichten war eine Ausstellung des Quartiersbüro W40. In der Ausstellung ging es um Planung und Entwicklung der Großwohnsiedlung Waldsassener Straße. Vielen Dank an Friederike Enssle und die Bewohner_innen der Siedlung, die mir ihre Eindrücke zur Veröffentlichung überlassen haben. Danke auch an den Historischen Arbeitskreis Marienfelde für die Fotos.

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